«Wir tragen dazu bei Versorgungslücken im Gesundheitswesen zu schliessen und so das Leben für Menschen besser zu machen.»

Rolf Leutert ist seit fünf Jahren Stiftungsratspräsident der Fondation Sana. Was hat ihn in dieser Zeit bewegt, was hat der Stiftungsrat erreicht und wohin soll die Reise in Zukunft hingehen, erzählte er uns in einem kurzen Interview.

Rolf Leutert, wenn wir auf die letzten fünf Jahre seit dem Amtseintritt zurückblicken, was wurde erreicht?

Ich bin sehr erfreut, dass die professionelle Arbeit in unseren Kommissionen erfolgreich fortgeführt werden konnte, obwohl wir den Stiftungsrat in den letzten Jahren komplett erneuert und deutlich verkleinert haben. Wir haben sichergestellt, dass die Ideen der Gründerinnen und Gründer der Stiftung heute besser denn je umgesetzt werden und der Gründergeist aktiv weiterlebt.

Wo steht die Fondation Sana heute?

Heute haben wir einen breiten Mix an äusserst guten Stiftungsrätinnen und -räten und eine professionell betriebene Geschäftsstelle. Verschiedene Berufsbilder, ein guter Gender-Mix und eine breite geografische Verteilung der Wohnorte der Stiftungsräte garantieren uns eine breite Schwarm-Intelligenz. Wir bewältigen mit dieser Expertise die anstehenden Themen optimal.

Sowohl für uns selbst, als auch für die Führung unserer Beteiligung an der Helsana haben wir breit diskutierte und abgestützte Strategien entwickelt. Seitens Helsana ist man froh, mit uns als Eignern einen verlässlichen Partner zu haben. Die Zusammenarbeit mit den Gremien der Helsana ist hervorragend.

Ausserdem verfügen wir über die nötigen Eigenmittel um unsere Tätigkeiten zur Schliessung von Versorgungslücken im Gesundheitswesen erfolgreich und entscheidend zu bewältigen.

Ich bin glücklich, dass die beiden Kommissionen „Gesundheitsförderung/Prävention“ und „Hilfsfond für Versicherte in Not“ einen nicht mehr wegzudenkenden Beitrag in der Bewältigung von Notsituationen bzw. in der Umsetzung von Massnahmen leisten.

Wohin soll sich die Stiftung entwickeln?

Wir wollen noch stärken fokussieren. Bei der Gesundheitsförderung wird für die nächsten Jahre das Thema „Mental Health bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ in den Fokus genommen. Bisher haben wir praktisch alle Bereiche der Gesundheitsförderung und Prävention unterstützt. Mit dieser Fokussierung erzielen wir über mehrere Jahre eine bessere Ausrichtung und unsere eingesetzten Mittel können eine grössere Wirkung entfalten.

Weiterhin wollen wir sehr stringent unsere Strategien leben. Das heisst, dass wir sowohl unsere eigene Strategie, als auch die Eignerstrategie mit der Helsana abgleichen und die Erfolge konsequent daran messen.

Der Stiftungszweck und unsere Mission sind klar: Wir wollen Versorgungslücken schliessen, welche es leider immer noch gibt im schweizerischen Gesundheitsumfeld. Zudem zeichnen wir jedes Jahr „Gesundheitsheldinnen und -helden“ aus, welche mit grossem Engagement und oft unentgeltlich sehr wertvolle Arbeit leisten und damit für viele Betroffene einen Mehrwert generieren.

Was hat dich persönlich am meisten beeindruckt oder berührt in den letzten Jahren?

Unsere jährliche Preisverleihung des Prix Sana ist jedes Mal wieder ein berührendes Erlebnis. Am meisten beindrucken mich Begegnungen mit Menschen, die vom Schicksal gebeutelt wurden, dann aber den Mut und den Elan gefunden haben, wieder aufzustehen, das Leben neu zu gestalten und ihre neue Situation nicht einfach nur ertragen, sondern versucht haben, daraus die Kraft zu schöpfen anderen, welche vom Schicksal ebenso getroffen wurden, zu helfen. Die von ihnen aufgebauten Organisationen haben einen sehr starken Hebeleffekt. Diese Menschen haben das eigene Schicksal nicht nur angenommen, sondern leisten darauf aufbauend eine wichtige Funktion im Gesundheitswesen. Das fasziniert mich und ich habe hohen Respekt vor diesen Menschen. Dafür haben sie die Ehrung als Preisträgerin oder Preisträger des Prix Sana mehr als verdient.

Was ist deine Motivation, dich für die Fondation Sana einzusetzen?

In meinem Berufsleben in den verschiedensten Industrien habe ich sehr oft den Fokus auf die Ökonomie gelegt. Umsatz und EBIT waren die Zielgrössen nach denen alles ausgerichtet werden musste. Heute schätze ich es sehr, dass ich eine sinnstiftende Tätigkeit ausüben kann. Mit der Fondation Sana können wir doch die eine oder andere Versorgungslücke schliessen und so für einige Menschen das Leben besser machen. Das gibt allen Stiftungsrätinnen und -räten wie auch mir eine tiefe Befriedigung und ist unser Antrieb in der Fondation mitzuarbeiten.

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