Prix Sana 2014

  • Der nationale Gesundheitspreis Prix Sana geht in die Waadt und Ostschweiz

    Am 29. November 2014 wurde zum vierten Mal der nationale Gesundheitspreis Prix Sana verliehen. Der erste und zweite Preis gingen an zwei Waadtländerinnen. Mit dem dritten Preis wurde eine St. Gallerin geehrt. Der Prix Sana der Fondation Sana ist mit insgesamt 30’000 Franken dotiert und der grösste Gesundheitspreis an Einzelpersonen. Durch die Preisverleihung an der Swiss Handicap in Luzern führte Nik Hartmann.

    Mit dem Prix Sana zeichnet die Fondation Sana jährlich eine oder mehrere Personen für ihr uneigennütziges Engagement zum Wohle ihrer Mitmenschen aus. Dieses Jahr ging der Prix Sana gleich an drei Gewinnerinnen. Die Preisverleihung unter Anwesenheit von Regierungsrat Guido Graf, Leiter des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern, war gleichzeitig der Höhepunkt des 10-Jahre Jubiläums der Fondation Sana.

    Die Preisträgerinnen wurden nach sorgfältiger Prüfung zahlreicher Eingaben von der Jury ausgewählt. Den ersten Preis von 12’000 Franken gewann Carmen Arnold, Corcelles-près-Payerne, Kanton Waadt. Eine lange Reihe von Schicksalsschlägen musste Carmen Arnold in ihrem Leben verkraften. Selbst gesundheitlich angeschlagen betreut sie während rund 150 Tagen pro Jahr ihre beiden schwer behinderten Kinder (31 und 33 Jahre). Letztes Jahr traf sie erneut ein doppelter Schicksalsschlag. Sie verlor zuerst ihren Mann und kurz danach ihren gesunden Sohn. Dennoch macht Carmen Arnold unbeirrt weiter und nimmt ihre Kinder – nun alleine – nach wie vor an jedem Wochenende sowie an den vielen zusätzlichen Tagen zu sich und kümmert sich mit einer bewundernswerten Energie und Liebe rund um die Uhr um sie.

    Den zweiten Preis von 10’000 Franken konnte Anna Stutz, Buchillon, Kanton Waadt, entgegennehmen. Jade ist die Tochter von Anna Stutz. Jade leidet an Autismus. Vor 14 Jahren versuchte Anna Stutz kurzfristig einen Betreuungsplatz für Jade zu finden, weil sie selber ins Spital musste – ohne Erfolg. Noch im gleichen Jahr gründete sie mit ihrem Ersparten eine Stiftung für die Betreuung autistischer Kinder, die sich weiterentwickelte und heute ein Heim für autistische Kinder und Jugendliche betreibt. Diesen Kindern will Anna Stutz ein individuelles Betreuungsumfeld und ein Leben mit möglichst hoher Selbstständigkeit ermöglichen. Damit entlastet sie viele betroffene Familien tagtäglich.

    Mit dem dritten Preis von 8’000 Franken wurde schliesslich Claire Erne, Muolen, Kanton St. Gallen, geehrt. Seit 26 Jahren leidet der Ehemann von Claire Erne an Parkinson. Genau so lange kümmert sich Claire Erne mit einer selbstlosen Hingabe und Liebe um die Pflege ihres Mannes. Mittlerweile hat sie sich umfassende Fachkenntnisse über Parkinson angeeignet, welche sie seit 12 Jahren als ehrenamtliche Leiterin einer selbstgegründeten Selbsthilfegruppe sowie seit zwei Jahren in einer Angehörigengruppe teilt. So manchen Mitmenschen hat sie mit ihrer Lebensfreude und Ratschlägen viel Mut gemacht.

    Start der Ausschreibung für den Prix Sana 2015

    Ab sofort startet die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten für den nächsten Prix Sana. Alle können mitmachen und Vorschläge einreichen. Unter den Einsendungen werden fünf Hotelaufenthalte im Wert von je 1’000 Franken verlost.